Studieren – aber wo?

28 05 2009

Tausende Abiturienten müssen sich in diesen Tagen ihren mündlichen und schriftlichen Prüfungen stellen. Ein Teil von ihnen wird den Weg in eine Berufsausbildung einschlagen, viele andere schreiben sich im Laufe der nächsten Wochen für Studiengänge an Universitäten und Fachhochschulen ein.

Neben der Wahl des richtigen Studiengangs muss auch die Entscheidung über den künftigen Studienort wohl überlegt sein. Ein Studium dauert immerhin mehrere Jahre!

Vor genau einem Jahr musste ich mich mit der gleichen schwierigen Frage auseinandersetzten. Im Folgenden ein paar Anregungen meinerseits, die dem einen oder anderen bei der Entscheidungsfindung vielleicht helfen könnten.

Studieren zu Hause:
Eine geeignete Hochschule in der Heimat auszusuchen bringt in den meisten Fällen den positiven Nebeneffekt kostengünstig bei Eltern oder sonstigen Verwandten wohnen zu können. Familie und Freunde müssen nicht aufgegeben werden, da ein mühseliger Umzug erspart bleibt. Das Studium wird in der gewohnten Umgebung absolviert.

Studieren in einer fremden Stadt:
Ein Studium in einer unbekannten Universitätsstadt ist ein erster Schritt in Richtung Unabhängigkeit! Vielleicht ist diese Möglichkeit sogar unausweichlich, da die gewünschte Studienrichtung nicht überall angeboten wird oder durch die ZVS festgelegt wurde.
Zunächst muss eine Unterkunft organisiert werden: ob nun ein kleines Zimmer im Studentenwohnheim, die eigene kleine Wohnung oder das gemeinsame Wohnen mit anderen Studenten in einer WG. Durch die Entfernung in die Heimat lässt sich also ein Umzug nicht vermeiden. Umzugskartons müssen gepackt werden, ein KFZ mit viel Stauraum aufgetrieben werden. Schließlich die eigentliche Fahrt mit allem Hab und Gut zum neuen Wohnort. Kisten sind in die neue Bleibe zu tragen, vielleicht zusätzliche Möbel und sonstige Einrichtungsgegenstände zu kaufen und aufzubauen. Viel Stress und Aufwand in relativ kurzer Zeit. Das mag zwar sein, aber die Mühe lohnt sich: Man wohnt in seinen eigenen vier Wänden! Nicht mehr unter den Fittichen der Eltern, endlich sein eigener Herr! Der Haken an der Geschichte: Freunde und Familie können nicht mehr wie gewohnt gesehen werden, nur noch an den Wochenenden und in den Semesterferien. Allerdings bringt eine neue Stadt auch viele neue Erfahrungen: man lernt Land, Kultur und Leute kennen. Unabhängig von den Eltern wird der künftige Alltag selbstständig geplant.

Studiengebühren:
Studiengebühren sind mittlerweile so gut wie jedem ein Begriff. Sie sollten deshalb bei der Wahl des künftigen Studienorts auch definitiv berücksichtigt werden! Schließlich fallen abhängig von Region und Bundesland pro Semester Gebühren bis zu einer Höhe von 500 EUR zuzüglich möglicher weiterer Verwaltungsgebühren oder Beiträge für das zuständige Studentenwerk an. Beispielsweise muss ein Student an der Ludwigs-Maximilians-Universität in München pro Halbjahr mehr als 600 EUR (das sind monatlich mehr als 100 EUR!) an seine Hochschule abführen. Ein nicht gerade unerheblicher Betrag für einen künftigen Studenten, der von BAföG oder Unterstützung der Eltern abhängig ist. Unter bestimmten Bedingungen kann man sich von den Studiengebühren allerdings auch befreien lassen: beziehen die Eltern für mindestens drei oder mehr Kinder Kindergeld oder sorgt man bereits für sein eigenes Kind, kann man sich von der zuständigen Familienkasse eine Bescheinigung für die Befreiung der Studiengebühren ausstellen lassen.

Ich hoffe, dass dem einen oder anderen diese Stichpunkte weiterhelfen können. Auf einen guten Studienbeginn!

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