Postcrossing – Postkarten gehen um die Welt

26 07 2009

Ich möchte euch heute Postcrossing vorstellen, das ich vor kurzem zufällig entdeckt habe.

Send a postcard and receive a postcard back from a random person somewhere in the world.

Bei Postcrossing handelt es sich um ein Projekt, um Postkarten aus aller Welt zu empfangen und zu verschicken. Die Idee dahinter ist einfach: wer eine Karte verschickt, erhält von einer anderen zufällig ausgewählten Person irgendwo auf der Welt eine Postkarte zurück. Für die Teilnahme am Projekt ist eine Registrierung erforderlich. Postcrossing ist für jeden angemeldeten Benutzer vollkommen kostenlos. Jedoch fallen die üblichen Portokosten an, wenn eine Postkarte versandt wird.

Vorgehensweise:
Nachdem die Anmeldung erfolgreich abgeschlossen ist, wird eine Adresse für die Versand-Postkarte angefordert. Zusätzlich erhält man eine Postkarten-ID, die die eigene Karte eindeutig im System registriert. Im Laufe der nächsten Tage ist an die angeforderte Adresse eine Postkarte mit der klar und eindeutig notierten ID zu schicken. Aussehen und Inhalt der Postkarte sind dabei keine Grenzen gesetzt! Der Empfänger registriert die erhaltene Karte mit Hilfe der ID bei Postcrossing. Durch diesen Vorgang wird man selbst zur nächsten Person, der innerhalb weniger Tage eine Postkarte geschickt wird. Insgesamt können bis zu fünf Postkarten gleichzeitig verschickt werden, um Missbrauch vor Spam zu unterbinden.

Postcrossing in Zahlen:
Das Projekt startete am 14. Juli 2005, vor einigen Tagen konnte es also bereits seinen 4. Geburtstag feiern. In dieser Zeit (Stand: 26.07.2009) wurden 2.682.052 Postkarten versandt, die durchschnittlich 15,6 Tage unterwegs waren. Summa summarum wurde dabei eine Strecke von ungefähr 14.668.315.888 km zurückgelegt. Diese Zahl entspricht rund 366.021 Erdumrundungen oder 19.079 Reisen zum Mond und wieder zurück.

Insgesamt sind 114.250 Benutzer (Frauenanteil ca. 57 %) aus 196 verschiedenen Nationen bei Postcrossing registriert. Zu den aktivsten Postkarten verschickenden Ländern gehören Finnland, die Vereinigten Staaten, Deutschland oder die Niederlande (siehe Kreisdiagramm).

Bevor ich mich dazu entschlossen hatte über Postcrossing einen Artikel zu schreiben, habe ich den Dienst in den letzten Wochen selbst ausprobiert. Vor ungefähr einem Monat habe ich mich am Projekt angemeldet. In dieser Zeit habe ich Postkarten nach Mexiko, Frankreich, Kanada oder die USA verschickt. Schon nach ein paar Tagen erhielt ich meine erste Ansichtskarte aus Estland. Es folgten weitere Karten aus Finnland und Hongkong. Ich war sehr positiv überrascht, innerhalb weniger Tage Postkarten mit interessanten Inhalten aus den verschiedensten Ländern zu erhalten.

Fazit:
Im vorherrschenden Zeitalter des Internet bietet Postcrossing eine willkommene Abwechslung zu SMS und Email. Das Projekt ist in meinen Augen eine sehr nette Idee, um reale Post aus aller Welt zu empfangen und sich daran zu erfreuen.

Viel Spaß beim Ausprobieren!
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5 Antworten zu “Postcrossing – Postkarten gehen um die Welt”

26 07 2009
Tobias (19:19:45) :

Ich mache dort auch schon länger mit, voll cool =)

29 07 2009
Dirk (16:16:48) :

Mal kurz gerechnet: Wenn jeweils 5000 Briefe mit einem Fahrzeug transportiert werden (angenommener Durchschnitt von Flugzeug, LKW und Verteiler-Twingo), dann ergibt das ~2.934.000km. Bei einem Flottenverbrauch von 8l/100km (auch defensiv geschätzt) ergibt das
234720l Kraftstoff. Diese werden verbrannt und produzieren bei 140g/km CO2 insgesamt 410t CO2. Just for fun.

Ich will nix gegen den Dienst und den Spaß damit und mit den anderen Menschen sagen, aber es kostet, mehr als das Porto ;)

PS Ich weiß – mein Rechner ist auch ein Sargnägelchen mit manchmal zweifelhaftem Nutzen für uns Alle.

6 01 2011
Sabine (22:07:30) :

@Dirk.

Sms, Emails, Internet oder generel Computernutzung kostet auch :P
Von daher könnte man solche Kommentare auch lassen anstatt hier zu kritisieren.

20 02 2011
Dirk (13:08:52) :

@Sabine: Hast natürlich recht, war keine so gute Idee von mir. Und Kritik überhaupt … unangebracht.

27 09 2011
Nicky (10:11:05) :

Dirk, aber das Flugzeug fliegt sowieso und nicht nur wwegen der Post ;-) Man nutzt also sowieso “verschwendete” Energie und verbraucht diese nicht extra.

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