Auf YouTube kann man wirklich so manch seltsamen Clip finden, bei dem über den Verstand des Urhebers der grazilen Schöpfung oder der darin handelnden Akteure nicht selten gezweifelt werden darf. Bei meinem letzten Streifzug durch das Videoportal bin ich jedoch auf einen Beitrag zum Thema Geocaching gestoßen, der mich mehr als schockiert hat.
Das Team des Sat.1 Magazins Akte sandte seinen – selbst bezeichneten – “Spezialreporter” aus, um dem Geocaching einmal näher auf den Grund zu gehen. Und das auf so niedrigem Niveau, wie es selbst das Privatfernsehen meiner Meinung nach nur selten an den Tag legt!
Bereits das Wort Geocaching wird über den gesamten Bericht hinweg (bewusst falsch!?!) als “Kätsching” bezeichnet. Bewaffnet mit Metalldetektor, Schaufel, GPS und einigen Cache-Beschreibungen begibt sich der Reporter zusammen mit seiner Assistentin in mehrere Privatgärten einer Wohnsiedlung. Dort bittet er die Eigentümer um Erlaubnis, in deren Gärten nach Schätzen graben (!) zu dürfen. Und so nimmt die ganze Misere schließlich ihren Lauf…
Wetten dass…?, die bekannte Kultsendung im ZDF, hat seit ihrer ersten Ausstrahlung im Jahr 1981 schon so manche irrwitzige Wette hervor gebracht. Bei einem meiner letzten Streifzüge durch Youtube bin ich jedoch auf eine sehr skurile, wenn nicht sogar abartige Wette gestoßen.
Claudia D. und Maik W., zwei Tierpfleger aus dem Karlsruher Zoo, wetteten gegen Anfang des Jahres, dass sie aus einer Auswahl von 33 “Tierkot-Proben” nur anhand des Kotgeruchts das entsprechende Zootier zuordnen könnten. Die Wette galt als gewonnen, wenn vier von fünf Durchgängen richtig erkannt werden. Seht jedoch selbst…
Wetten dass…? gilt als die erfolgreichste Fernsehshow in ganz Europa. Haben die Wettkandidaten keine besseren Einfälle mehr, sodass sich das ZDF auf ein dermaßen niedrigen Niveau begeben muss? Oder ist es das Publikum von heute, dass solcherlei Ausstrahlung fordert?
Viele von uns hatten schon mehr oder weniger oft mit ihr zu tun. Sie ist so gut wie jedem ein Begriff: die GEZ
In den verschiedensten Fernsehspots wirbt die GEZ mit dem Slogan “Schon GEZahlt?”. Zahlungsunwilligen Bürgern soll damit auf den Zahn gefühlt werden, um sie zur Entrichtung ihrer Rundfunkgebühren zu bekehren.
Ist diese Methode sinnvoll bzw. führt sie zum gewünschten Erfolg? Anscheinend nicht. Immer wieder ist von skurrilen Geschichten zu hören, in denen die Einzugszentrale mit Sitz in Köln versucht ihre Gelder zu erhalten. Kürzlich bin ich hierzu auf das folgende Video gestoßen:
Neuerdings werden also auch schon verstorbene Mitbürger oder Hauskatzen von der GEZ zur Kasse gebeten. Wer wird der nächste sein? Der Wellensittich? Das Zwergkaninchen? Oder doch eher die Ferhsehcouch?
Bisher werden wohl nur die wenigsten unter uns etwas von der US-Fernsehserie “My name is Earl” gehört haben. Eigentlich schade!
In den folgenden Zeilen möchte ich einen echten Serien-Geheimtipp vorstellen, der unsere heutige Fernsehkultur mehr als schwach aussehen lässt.
Um was geht es eigentlich?!? Earl J. Hickey (Jason Lee) ist ein Kleinkrimineller, der seinen täglichen Lebensunterhalt durch kleinere Gaunereien bestreitet. Als er sich unbedacht in einer Tankstelle ein Rubbellos kauft, ändert sich sein Leben schlagartig: Earl gewinnt 100.000 Dollar! Sein Glück währt jedoch nicht lange. In Jubelschreie ausgebrochen vom plötzlichen Geldgewinn, rennt Earl ungeachtet auf die Straße und wird von einem Auto erfasst. Er liegt bewusstlos am Boden, das Los wird von einem Windstoß weggeweht. Im Krankenhaus wieder zu Bewusstsein gekommen, die Sinne noch vom Morphiumeinfluss benebelt, beginnt Earl durch einen Bericht in einer Fernsehsendung an das Karma zu glauben. Earls Lebensweise ändert sich nun radikal: Hickey fertigt eine Liste an, die all seine bisherigen schlechten Taten beinhaltet und wiedergutgemacht werden sollen. Als Earl gerade den ersten Punkt seiner Liste abarbeitet, wird ihm das vermeintliche Rubbellos vor die Füße geweht. Mit Hilfe des nun doch zugestandenen 100.000 Dollar Gewinns und der Unterstützung seiner Freunde versucht Earl nach und nach alle Punkte auf seiner Liste abzuhaken.
Erstmals 2005 in den USA produziert und ausgestrahlt, befindet sich die Serie bereits in der 4. Staffel. “My name is Earl” erfreut sich in den USA großer Beliebtheit und kann schon einige Nominierungen und Auszeichnungen (z.B.: Emmy-Gewinn 2006, Kategorie: “Drehbuch für eine Comedy-Serie”) ihr Eigen nennen.
In Deutschland sind Earl und seine Freunde leider weitestgehend unbekannt. Der Privatfernsehsender “RTL” erwarb zwar bereits im Oktober 2006 die Nutzungsrechte an der Serie, sendete diese allerdings 2008 immer erst Freitag Nachts um 23.30 Uhr. Nach nur sechs ausgestrahlten Sendungen wurde die Serie schließlich (aufgrund zu geringer Zuschauerzahlen) wieder eingestellt.
Seit Februar 2009 ist die DVD zur Serie auch endlich bei uns erhältlich.
Eine Serie, die jeder meiner Meinung nach gesehen haben muss! Viel Spaß beim Anschauen!